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Das lange Ende der höfischen Zeichen<
5.1. Das Ende der fürstlichen Herrschaft
5.2. Semantische Verluste
5.3. Kritik und neue kulturelle Muster
5.4. Historismus und höfische Zeichen
5.5. Höfische Zeichen in der bürgerlichen Moderne
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5.4.1 Der Gegensatz zwischen bürgerlicher und höfischer Welt prägte den Beginn der erneuten Rezeption der Antike in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert und auch noch die verschiedenen nachfolgenden Klassizismen. |
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5.4.2 Immer wieder wurde nach 1800 der Versuch unternommen, alte oder fremde kulturelle Muster (die verschiedenen Historismen und Exotismen) in die traditionellen Formen höfischer Prachtentfaltung zu integrieren. |
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5.4.3 Mit diesen Strategien war allerdings immer öfter die stillschweigende Aufgabe jener Verhaltensmuster verbunden gewesen, die zuvor strikte soziale Exklusivität garantiert hatten. |
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5.4.4 Die Höfe mußten sich der neuen Lebens- und Denkformen des Bürgertums bedienen, um in der jetzt immer stärker bürgerlich geprägten Öffentlichkeit mit kulturellen Aktivitäten glänzen zu können (z.B. durch Museumsbauten und Opernhäuser). |
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5.4.5 Immer häufiger fiel ein subjektiv gestimmter, "romantischer" Blick auf die Werke der überlieferten und neuen höfischen Kultur, für die nun nicht selten die großen Land-schaftsszenarien wichtiger wurden als die mit ihren zahlreichen Funktionsbauten archi-tektonisch dominierte Residenzstadt. |
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5.4.6 Trotz aller Krisenphänomene konnte es unter spezifischen Bedingungen durchaus zu einem Anstieg höfischer Prachtentfaltung auch an den Höfen des 19. Jahrhunderts kommen (Berlin unter Wilhelm II.). Um so deutlicher fiel der Verzicht auf die Produktion höfische Zeichen im Sinne politischer und sozialer Machtbehauptung nach 1918 aus. |
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