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Das lange Ende der höfischen Zeichen<
5.1. Das Ende der fürstlichen Herrschaft
5.2. Semantische Verluste
5.3. Kritik und neue kulturelle Muster
5.4. Historismus und höfische Zeichen
5.5. Höfische Zeichen in der bürgerlichen Moderne
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5.3.1 Das bis zum Äußersten getriebene System der frühneuzeitlichen Prachtentfaltung wur-de nach der immer heftiger vorgetragenen bürgerlichen Kritik zunächst im öffentlichen Diskurs neu bestimmt. Dessen soziales Gewicht bzw. dessen gesellschaftliche Breitenwirkung mußten allerdings erst noch wachsen, um größere Bedeutsamkeit und schließlich praktische Durchsetzungsfähigkeit zu erreichen. Die europäischen Hofgesellschaften zogen, wie das Auftreten des Emporkömmlings Napoleon nachdrücklich veranschaulicht, die inneren Regelungsmechanismen der Pracht nicht in Zweifel, sondern sie paßten sich den neuen modischen und ästhetischen Forderungen an. |
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5.3.2 Ein neues Verständnis einer durch die Antike geprägten Kultur wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts für die Höfe wie für das gehobene Bürgertum gleichermaßen bestimmend. Allerdings stand nunmehr der traditionellen Funktion fürstlicher Zeichensetzung (Herrschaftsinszenierung im Kontext einer altständischen Gesellschaft) die Subjektivität des bürgerlichen Geschmacksurteil entgegen. |
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5.3.3 Die höfischen Zeichen bewegten sich nun in deutlicher Konkurrenz zu neuen bürgerlichen Sozialnormen und Kunstvorstellungen. Dies kulminierte allerdings nur dort in öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen, wo sich der Hof mit einer selbstbewußten und finanzstarken stadtbürgerlichen Gesellschaft konfrontiert sah. |
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