Rudolstädter Arbeitskreis zur Residenzkultur e.V.
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P.M.Hahn/U.Schütte
"Thesen"
1. Pracht und fürstliche "repraesentatio"
2. Deutungsmuster und höfische Lebenswelt
3. Rezeptionsweisen
4. Räumliche Kontexte - Höfische Räume
5. Das lange Ende der höfischen Zeichen
Literaturhinweise
Nächste Mitgliederversammlung
Impressum
Thesen zur Rekonstruktion höfischer Zeichensysteme
 in der Frühen Neuzeit
  1. Räumliche Kontexte - Höfische Räume
    4.1. Residenzschloß
    4.2. Residenzstadt
    4.3. Territorium und räumliche Vernetzungen der höfischen Zeichen
4. Räumliche Kontexte - Höfische Räume
1. Fürstliches Territorium, Residenzstadt und Residenzschloß bildeten den unabdingbar notwendigen räumlichen, materiellen und historischen Kontext zur Entfaltung höfischer Aktivitäten.
2. Höfische Pracht war in der Frühen Neuzeit nur in diesem sozialen und räumlichen Kontext näher zu bestimmen. So mußte um die Mitte des 16. Jahrhunderts der Besucher der Wolfenbüttler Residenz mit einem anderen materiellen Ausstattungsniveau rechnen mußte als derjenige, welcher den Hof der Gonzaga in Augenschein nahm. Anders ausgedrückt, der Aufwand, welchen der jeweilige Hof treiben mußte, um den gemeinhin erwarteten Besucher zu beeindrucken (éclat), nahm jeweils andere Formen an, die von der kulturellen Tradition des Residenzortes bzw. des fürstlichen Landes und seines Herrscherfamilie abhängig war.
3. Je stärker die Fürstenhäuser in regionalen Bindungen verharrten, desto deutlicher wichen sie in ihren Strategien bzw. der Wahl der Mittel und deren Produktion zur Entfal-tung höfischer Pracht voneinander ab.
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